Perlhühner

Ihren Namen verdanken die Perlhühner den Griechen, genauer gesagt dem Sagenhelden Meleagros, der in Kalydonien bei einem Jagdunfall ums Leben kam. Nach dessen Tod wurden seine Schwestern von den Göttern in Perlhühner verwandelt, so die Sage. Die Punkte auf dem Federkleid stellen die um den verstorbenen Bruder vergossenen Tränen dar.

  • Perlhühner in Pforzheim

Herkunft der Perlhühner

Der Ursprung der Perlhühner liegt in Afrika südlich der Sahara. Sie dienten dort seit jeher zum einen als Fleischlieferant und zum anderen wurden aus den Federn Schmuck hergestellt. Im 15. Jahrhundert wurden sie von den Portugiesen aus Westafrika nach Europa eingeführt. Die Hühnervögel lassen sich äußerlich nur schwer nach ihrem Geschlecht unterscheiden. Sie haben insgesamt einen gedrungenen Körper mit kurzen Flügeln, haben kräftige Beine und dafür einen kleinen Kopf. Das Gefieder hat eine schwarz-graue Grundfärbung und ist mit feinen, weißen Punkten übersät ist. Zwar sind die Tiere biologisch mit dem Haushuhn verwandt, jedoch ist das Fleisch der Perlhühner dunkler und kräftiger und schmeckt intensiver und aromatischer.

Haltung

Perlhühner sind Allesfresser und ernähren sich daher von pflanzlichem und tierischem Material. Dazu gehören Wurzeln, Samen, Früchte, Blätter und Blüten, aber auch Insekten, Spinnen und Tausendfüßler gefressen. Manchmal werden sogar kleine Wirbeltiere zur Beute. Bei der Haltung muss darauf geachtet werden, dass das Perlhuhn regelmäßig trinken kann. Außerdem muss es viel freien Auslauf haben und auch fliegen können. Daher sind hohe Zäune oder Abdeckungen nötig, da die Hühnervögel wegen ihres Wildhuhntemperamentes weiträumig entweichen können. Die  verliebten Perlhühner möchten in der Paarungszeit am liebsten paarweise beieinander sein. Auch in der Brutzeit und Aufzucht ist der Hahn aktiv mithelfend.

Fleisch des Perlhuhns

Als Tafelgeflügel wird das fettarme Fleisch, der Hahn wird ca. 1,6 bis 2 kg schwer und die Henne ca. 1,8 bis 2,5 kg, sehr geschätzt. Das Fleisch erhält seinen speziellen Geschmack durch die instinktive Selbsternährung des Tieres, was auf seine Herkunft als afrikanisches Federwild zurückzuführen ist. Geschmacklich wirkt das rötliche Fleisch wie eine Mischung aus Huhn und Fasan und ist damit eine echte Delikatesse! Geschlachtet wird es erst, wenn es vollständig ausgewachsen ist. Empfohlen wird das Kochen im Schmortopf.  Das Fleisch wird dadurch fest und bleibt doch zart.